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Städtebauliches Entwicklungskonzept

Worum geht es beim Modell Gundelsheim?

Der demographische Wandel ist in vielen Regionen deutlich spürbar, vor allem dann, wenn der Rückgang der Geburtenzahlen von Abwanderung überlagert wird. Die Frage, wie sich eine Stadt oder Gemeinde auf den künftigen demographischen und in der Folge auch gesellschaftlichen Prozess, mit Auswirkungen auf die Siedlungs- und Infrastruktur, einstellen soll und in welcher Weise bzw. in welchem Umfang sich hierzu Handlungsspielräume erschließen lassen, wird vielerorts diskutiert. Dabei gibt es bereits zahlreiche Erfahrungen und Erkenntnisse zu Einzelfragen, welche vielfältig veröffentlicht wurden. Diese betreffen in erster Linie Einzelaspekte z.B. des altersgerechten Wohnens, der Pflege oder der Betreuung. Der modellhafte Ansatz in Gundelsheim liegt im übergreifenden Ansatz. Dabei ist Gundelsheim kein theoretischer Fall, vielmehr wird die Gemeinde in den nächsten Jahren voraussichtlich selbst von einer deutlichen Zunahme der älteren Bevölkerungsgruppen geprägt. Die Alterung der Gesellschaft bedarf ganzheitlicher und integrierter Handlungsansätze um eine positive Perspektive aufbauen zu können. Das Spektrum reicht dabei von städtebaulichen, sozialen, ökonomischen bis zu ökologischen Aspekten, welche ganzheitlich zu betrachten und verknüpfen sind.

Worin liegt das Ziel der modellhaften Entwicklung?

Das Ziel liegt in der Gewinnung praktischer Erkenntnisse, welche Handlungsfelder und Maßnahmen sich konkret miteinander verbinden lassen und damit Synergieeffekte ermöglichen. Ferner geht es um die Leitidee eines baulichen und sozialen Gemeinwesens, das alte und junge Bewohner nicht ausgrenzt oder zum Wegzug veranlasst, sondern hilft, die schwierigen Lebensphasen, eingebettet in ein soziales Netz, in eine „intelligente“ bauliche Umgebung, in einen wirtschaftlich und versorgungsbezogen funktionierenden Raum mit hoher Umweltqualität und gesunden Lebensbedingungen, zu meistern. Die erforderlichen Handlungsfelder spannen einen Rahmen vom öffentlichen Raum über die Themen Mobilität, Wirtschaft und Nahversorgung, Wohnen, Unterstützung älterer Generationen, ehrenamtliches Engagement, Förderung der Jugend und Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur, bis zum Umweltschutz und zu einer insgesamt nachhaltigen Entwicklung.

Wie funktioniert die praktische Umsetzung?

Der modellhafte Ansatz erfordert ein ganzheitliches Herangehen auch in der Praxis. Das heißt, es müssen die einzelnen Maßnahmen auch in einem zeitnahen Zusammenhang realisiert werden, um belastbare Erkenntnisse aus dem Zusammenwirken einzelner Elemente zu erhalten. Gleichzeitig handelt es sich um Maßnahmen, die in der vorgesehenen Konstellation auch „Neuland“ bedeuten und deshalb zutreffend als „Lernprojekte“ definiert werden. Das Modell generationenübergreifende Siedlungsentwicklung setzt deshalb ein hohes Maß an Engagement der örtlichen Akteure aber auch der Organisation und Koordination voraus. Vorgeschlagen werden in diesem Zusammenhang eine Projektsteuerung für die investiven Maßnahmen sowie ein Quartiermanagement für die nichtinvestiven Projekte. Viele Einzelheiten lassen sich erst im konkreten Verfahren klären und bleiben deshalb in diesem Entwicklungskonzept bewusst noch offen. In gewissen Abständen ist die Entwicklung zu evaluieren und zu dokumentieren.

Dr. Hans-Peter Dürsch
D I S DÜRSCH INSTITUT FÜR STADTENTWICKLUNG

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